HARIOLF-GYMNASIUM ELLWANGEN

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Exkursion Königsbronn

Am 10.10. machte sich der Geschichtekurs J2 von Frau Hirschle auf den Weg nach Königsbronn, um auf den Fußspuren Georg Elsers zu wandeln.

Elser wurde 1903 in Hermaringen als erstes Kind von Maria und Ludwig Elser geboren und wuchs danach in Königsbronn auf. Die Familie hatte einen kleinen Bauernhof auf dem Georg und seine fünf Geschwister schon früh mithelfen mussten. Die renovierte Version des Bauernhofgebäudes war der Startpunkt des Rundgangs, der im Rahmen einer GFS zusammengestellt wurde.

Mit 14 Jahren begann Elser eine Lehre als Eisendreher bei den Schwäbischen Hüttenwerken, die er aber aus gesundheitlichen und familiären Gründen abbrechen musste. Stattdessen wurde er Schreiner. Die Hüttenwerke waren der zweite Stopp der Führung.

1936 musste die Familie Elser ihren kleinen Bauernhof aus finanziellen Gründen verkaufen und zog später in diesem Jahr in ein etwas kleineres Haus ein, das sich Georgs Eltern und ihr jüngster Sohn Leonhard zu gleichen Teilen mit geliehenem Geld gekauft hatten. Das modernisierte Familienhaus haben wir als nächstes angeschaut.

Der vorletzte Punkt der Wanderung war das Denkmal zu Ehren Georg Elsers beim Bahnhof. Elser hatte schon immer eine Abneigung gegen Hitler, weil er sein ‚zweites, wahres‘ Gesicht sehen konnte und für ihn somit ein Krieg unausweichlich schien. 1938 bereitete er innerhalb von einem Jahr den Anschlag auf Hitler im Münchner Bürgerbräukeller vor. Er entwickelte einen Zeitzünder für eine selbstentworfene Bombe, die er aus Materialien baute, welche er von verschiedenen Arbeitsplätzen entwendete. Die Statue am Bahnhof zeigt Georg Elser, wie er gerade Sprengstoff, den er am Ende seiner Schicht in der Bergmiene mitgenommen hat, in einem Koffer nach Hause trägt. Im August 1939 verlässt er Königsbronn und bereitet in München den Bürgerbräukeller für den Anschlag vor. Am 7.11.1939 stellte Elser die Zeit der Detonation ein und flieht Richtung Schweiz. Aufgrund schlechter Wetterbedingungen und wichtigen Terminen in Berlin beginnt Hitler am 8. November seine Rede eine halbe Stunde früher. Hitler verlässt den Saal um 21.07 Uhr wieder - 13 Minuten vor der Explosion. Somit ist Georg Elsers Attentat gescheitert und kostete acht Unschuldigen das Leben. Er selbst wurde an der Schweizer Grenze festgenommen.

Den Abschluss unseres Rundgangs bildete der Gasthof zum Hecht, in dem sich Elser mit seinen Freunden und dem Zitherverein getroffen hat.

Auf die Führung folgte ein Besuch der Gedenkstätte, in der uns Herr Seibold in einem informativen Vortrag zu der Ausstellung Georg Elsers Motive für die Tat näherbrachte und uns auch erklärte, warum Elsers Anschlag anfänglich negativ wahrgenommen wurde.

Am Nachmittag verließen wir alle Königsbronn als „Georg-Elser-Spezialisten“.

 

Alissa Bauer (J2)

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