HARIOLF-GYMNASIUM ELLWANGEN

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Augsburg-Exkursion Klasse 10

 

Im Rahmen einer ganztägigen Geschichte-Exkursion durften die beiden zehnten Klassen unter der Leitung ihrer Lehrer Herrn Incedal, Herrn Brauchle und Frau Zuber mehr über die historische Stadt Augsburg zur Zeit der Renaissance und des Mittelalters erfahren.

Los ging es am 12 .Mai 2017 morgens 8 Uhr. Nach einer sehr kurzweiligen Busfahrt trafen wir zuerst am Rathausplatz beide Stadtführerinnen und besichtigten dann, in zwei Gruppen, das erste Highlight des Ausflugs: das Rathaus von Augsburg und den beeindruckenden „goldenen Saal“ darin, der neben auf-wendigen Deckenmalereien mit 2,5 kg Blattgold verziert ist. Als eines der schönsten Sehenswürdigkeiten zählt er außerdem zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern aus der Spätrenaissance in Deutschland. Weil das komplette Rathaus im zweiten Weltkrieg vollständig zerstört wurde, musste der „goldene Saal“ und die anderen antiken Räume von Grund auf restauriert werden. (siehe Bild 1)

Die Stadttour führte uns durch ganz Augsburg und so kamen wir außerdem auch an den Fuggerhäusern vorbei, in denen sogar heute noch gewohnt wird und fast dieselben Regeln gelten wie früher. Die Fuggerei ist eine Art Sozialwohnungs-system, das armen, aber unverschuldeten Menschen die Möglichkeit auf eine sehr günstige Bleibe gibt. Für 88 Cent Kaltmiete bekommt man dort eine Wohnung. Nicht jeder darf hier allerdings einziehen. Jakob Fugger verfügte einst, die Fuggerei sei für arme Handwerker und Tagelöhner, die sonst obdachlos leben würden. Aber nur „Würdige" dürfen einziehen und würdig ist, wer erstens kein Bettler und zweitens katholisch getauft ist. Denn mit dem Einzug in die Fuggerei ergeben sich auch Pflichten. Dreimal am Tag haben die Bewohner für die Familie Fugger zu beten: Ein Vaterunser, ein Ave-Maria und das Glaubensbekenntnis sind zu sprechen. Überprüft wird das heute zwar nicht mehr, es steht aber weiter in den Vertragsbedingungen drin.

Das hat historische Gründe: Für Jakob Fugger war die Fuggerei nicht nur eine Wohltat für die Armen Augsburgs, sondern auch Ablass für seine Sünden. Als „der Reiche" die Siedlung gründete, hatte Martin Luther gerade erst wenige Jahre zuvor mit seinen 95 Thesen gegen den Ablasshandel der Katholischen Kirche protestiert - Zahlungen für die Vergebung der Sünden waren alltäglich. Und Jakob Fugger schien einiges zu vergeben zu haben. Wer heute in die Fuggerei einziehen darf, prüft aber nicht mehr die familiäre Stiftung, sondern das Augsburger Sozialamt. Bedingungen neben dem katholischen Glauben sind ein Nachweis der Bedürftigkeit - und zwar unver-schuldete Bedürftigkeit. Der Fuggersche Familienrat hat aber immer noch ein Vetorecht. (Bild Fuggerei / Bild 2)

Wieder zurück am Augsburger Rathaus, lernten die Klasse 10a einen älteren Mann in einem selbstgenähten Gewand kennen, der barfuß vor dem Rathaus stand und sich als „König von Augsburg“ vorstellte. (siehe Bild 3)

Nach einem gemeinsamen Foto mit seiner Majestät hatten wir Freizeit in der Mittagspause und erfuhren später in einer Führung von Herr Brauchle mehr über die Kunstgeschichte und z. B. Über die Fenster des Augsburger Doms.

Alles in allem war es ein gelungener Ausflug, bei dem wir viel über die Stadt gelernt haben.

Sarah Maier (10a)

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