HARIOLF-GYMNASIUM ELLWANGEN

 Partnerschule für Europa

 Bilinguale Schule

 voneinander - miteinander - füreinander

 

Bulgarienaustausch 2017

Die Stadt Ellwangen pflegt seit einigen Jahren einen regen Kontakt zur Stadt Trojan in Mittelbulgarien und seit 2007 gibt es auch einen Schüleraustausch mit dem Hariolf-Gymnasium. In diesem Jahr waren wieder 18 bulgarische Schülerinnen und Schüler zu Gast, die am Mittwoch den 3. Mai um 13:30 am Memminger Flughafen gelandet sind. Herr Kaiser und drei Schüler der J1 nahmen die Bulgaren dort in Empfang. Den Nachmittag verbrachten die Schüler dann bei den Gastfamilien.

Der nächste Tag begann mit dem Unterrichtsbesuch am Vormittag. Nach einem deliziösen und reichhaltigem Mittagessen in Harry’s Cafeteria des Hariolf-Gymnasiums bekamen wir tiefgreifende Einblicke in die Kunst- und Kulturgeschichte Ellwangens durch unseren Kunst- und Geschichtelehrer Herr Brauchle. Im Anschluss an diese Stadtführung ging es in das Palais Adelmann, in dem das Südosteuropäisch-Bulgarische Kulturinstitut seinen Sitz hat. Dort wurden wir durch Oberbürgermeister Karl Hilsenbek, seiner Frau sowie Herr Emil Ivanov empfangen. Letzterer gab für die bulgarischen Gäste eine Führung in ihrer Muttersprache durch das Palais Adelmann, inklusive der Öffnung der Räume mit historisch wertvoller Einrichtung. Nachdem Herr Ivanov uns in seine Tätigkeiten und Visionen eingeweiht hat, bekamen wir eine kleine Stärkung, welche die lokale Spezialität der Brezel beinhaltete und so den bulgarischen Gästen die Möglichkeit offerierte, diese zu kosten. Der Abend stand dann wieder zur freien Verfügung in den Gastfamilien.

Treffpunkt am Freitag war um 9:00 Uhr der zentrale Omnibusbahnhof Ellwangen. Der Ausflug führte uns mit der Deutschen Bundesbahn nach Schwabsberg. Von dort wanderten wir zum Schutzhaus des Limestores Rainau-Buch. Dies war der Startpunkt der Erkundungstour des obergermanisch-rätischen Limeses, geleitet durch Frau Küster. Am Limestor wurde uns originalgetreues Anschauungsmaterial durch Frau Küster zur Verfügung gestellt, welches auch am eigenen Leib getragen werden durfte. Dies eröffnete uns die Möglichkeit, einen direkten Einblick in das Leben der dort stationierten Auxiliartruppen und deren Familien zu erhalten. Weiter ging es mit einer aussichtsreichen Wanderung entlang des ehemaligen Grenzverlaufes zum rekonstruierten Limesturm Rainau-Buch. Durch die Option, denselbigen zu erklimmen, wurde uns die Chance dargeboten, die wundervolle und weitreichende Aussicht zu genießen und somit die Beweggründe für den gewählten Standort nachzuvollziehen. Da neben dem Limesturm noch ein Abschnitt des damaligen Walls zu betrachten war, wurde der historische Wert nochmals gesteigert. Nach einem weiteren kurzen Fußmarsch in Richtung des Bucher Stausees gelangten wir an die Lokalität des ehemaligen Römerkastells. Hier betrachteten wir das Modell desselben. Anhand dieses Modells bekamen wir zahlreiche Erläuterungen und Hintergrundinformationen zum Aufbau und der Lebensweise der dort stationierten Truppen und ihren Familien. Weiter ging es zum Römerbad, welches vor dem Osttor des Kastells liegt und sich somit an das Ufer des heutigen Bucher Stausees schmiegt. Durch repräsentative Steingebäude konnten wir die Größenverhältnisse und den Aufbau des Bades nachvollziehen. Hier fand die Erkundungstour mit Ausführungen zu den Badegewohnheiten der Römer ihr Ende. Es bleibt noch zu erwähnen, dass durch die Simultanübersetzung durch Frau Boseva die Eindrücke auf Bulgarisch und Deutsch vermittelt werden konnten. Als Abrundung des Tages folgte ein gemeinsames Grillen und Spielen an der lokalen Grillstelle. Der Abend und das folgende Wochenende wurde in den Gastfamilien verbracht.

Die neue Woche begann mit einer Plein-Air-Malerei bei dem für die Organisation des Bulgarienaustausches zuständigen Lehrer Herr Kaiser. Hier einen besonderen Dank an unsere Begleitlehrerin Frau Wingert sowie unseren Begleitlehrer Herr Kaiser. Gemeinsam nutzten die Gäste den freien Nachmittag, um Souvenirs aus Ellwangen zu kaufen.

Der letzte gemeinsame Tag wurde dazu genutzt, unsere Landeshauptstadt Stuttgart näher zu erfahren. Hierbei erlangten nicht nur unsere bulgarischen Gäste zahlreiches neues, historisches und kulturelles Wissen. Dies geschah nicht nur auf Grundlage einer geführten Tour durch den Stadtkern Stuttgarts. Die Tour beinhaltete auch die Stationen des alten und neuen Schlosses, des Prinzenpalastes, des Rathauses sowie der Markthalle. Im alten Schloss betrachteten wir das Reiterstandbild des Grafen Eberhards im Bart, auf welchen nach den Erläuterungen der Führerin die Einführung der Kehrwoche zurückgeht. Schockierend für uns als Gruppe war, mit welcher Ignoranz bei dem Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg mit historischen Gebäuden umgegangen wurde, da diese oftmals abgerissen und durch damals moderne Bauten ersetzt wurden. Diese Bauten spiegeln jedoch nicht annähernd den Anmut der historischen Gebäude wieder. Der Stadtführung folgte eine kurze Mittagspause, welche auf der Königsstraße verbracht wurde. Danach ging es in die Staatsgalerie, in der wir durch eine Führung einen Überblick über die dort ausgestellten Werke, welche den verschiedensten Kunstepochen entstammten, erhielten. Hierbei konnten wir nicht nur Picasso, sondern auch Memling sowie Werke weiterer großer Künstler betrachten. Nach einer kurzen Kaffeepause in der Königsstraße ging es mit dem Zug wieder zurück nach Ellwangen.

Am Mittwochmorgen wurden die letzten gemeinsamen Stunden zusammen im Unterricht der deutschen Schülerinnen und Schüler verbracht, worauf ein tränenreicher und emotionaler Abschied folgte.

Wir danken allen beteiligten für die Ermöglichung dieses wunderbaren Schüleraustausches und freuen uns schon auf den Gegenbesuch im folgenden Jahr.

Valentin Köhnlein, Armin und Christian Köder

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