HARIOLF-GYMNASIUM ELLWANGEN

 Partnerschule für Europa

 Bilinguale Schule

 voneinander - miteinander - füreinander

 

Die Simulierung des Weltgeschehens – in Ellwangen!

    Schüler des Hariolf-Gymnasiums dürfen sich in weltbewegenden politischen Rollen testen Welche Aufgaben trägt ein Generalsekretär der UN, wie macht man eine Haushaltsplanung und wie bekämpft man die Konflikte dieser Welt? Hochbrisante politische Fragen, die das von der Bundeswehr organisierte ‚POL&IS‘-Arbeitsseminar klären kann.

Das Planspiel, das vom 08. März bis zum 10.März 2017 in der Reinhardt-Kaserne in Ellwangen stattfand, ließ Oberstufenschüler des Hariolf-Gymnasiums erfahren, wie schwierig internationale Beziehungen wirklich sind. Verantwortlich für die Organisation ist der Marineoffizier und Staatswissenschaftler Marco Esser. Er leitet seit vielen Jahren das Planspiel und hat schon eine breite Schülermasse internationale Beziehungen näher gebracht.

Ganz am Anfang steht die große Rolleneinteilung – jeder trägt Verantwortung und hat eine Aufgabe, die er überlegt und gewissenhaft erledigen muss. Insgesamt gab es zehn Weltregionen, darunter Europa, Nordamerika oder Afrika. Jede Region hat einen Regierungschef, einen Staatsminister, einen Wirtschaftminister und einen Umweltminister. Während der Regierungschef übergeordnet wichtige Verhandlungen führt und Programme schreibt, kümmert sich der Staatsminister und das Sicherheitskonzept und Budget eines Landes und unterstützt mit guten Ideen und Ansätzen den Regierungschef und die Minister. Der Wirtschaftminister schreibt wie der Umweltminister Programme und berechnet die Ausgaben – wie in Realität mit komplizierten Formularen und Formeln.

Doch die Simulation ist noch um weiten vielfältiger als nur zehn Regierungen. Die weitreichende und komplizierte Struktur der heutigen Weltpolitik wurde bei dem Planspiel ebenfalls berücksichtigt. So gibt es auch die Vereinten Nationen, die Anträge vorstellen und sich bemühen, die Nationen zu vereinigen. Die Weltbank sorgt für finanzielle Hilfen und beobachtet die Ausgaben und Einnahmen der Länder mit einem kritischen Auge. Die Presse berichtet stets über die Pläne einzelner Regionen, denn nicht immer kommt ein Pakt oder Projekt zwischen zwei Regionen bei einer potentiell feindlichen Nation an. So ist es möglich, gegenseitig zu verhandeln und zu diskutieren. Die NGO’S, also Amnesty International und Greenpeace, werben für humanitäre oder umweltpolitische Projekte.

All diese Organe tragen zu einem sehr lebhaften Simulationsspiel bei. So gibt es emotionale Verhandlungen und zielstrebige Projekte, stets auf die Situation und der Möglichkeiten der Regionen basierend. Eingespielte Nachrichten sorgen dafür, dass es den
Regionen nie langweilig wird – es gibt immer etwas zu tun und neue Probleme anzupacken. Zur Verhinderung von Krisen müssen Verträge ausgehandelt, Maßnahmen ergriffen oder ein neuer Kurs angestrebt werden. Und auch das Klima hat einen Einfluss auf Ernte und Wirtschaft, worüber sich die Regionen ständig im Bewussten sein müssen.

Diese Grundstrukturen sind komplex und facettenreich genug, und doch ist die reale Weltordnung und Weltpolitik um ein Vielfaches
komplizierter. Das Ziel der Simulation ist es, so realistisch und doch verständlich wie möglich Schülerinnen und Schüler in das Thema internationale Beziehungen einzuweihen. Gerade weil das nicht einfach ist, war der Aufwand für das Seminar enorm. Formulare, Videoclips, Statistiken, Bücher – alles das nur eine Art Hilfestellung. Denn die Ideen, die die Welt verändern, stehen eben nicht in einem Buch, sondern entstehen aus Wille und Interesse von Menschen.

Auch wenn die Welt im Seminar nicht verändert wurde – dank des vielschichtigen und weiträumigen Einblickes haben viele Schüler in der Zukunft wenigstens die Option dazu.

(C) Maximilian Kelm (J1)

 

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