HARIOLF-GYMNASIUM ELLWANGEN

 Partnerschule für Europa

 Bilinguale Schule

 voneinander - miteinander - füreinander

 

Spanienaustausch

Am Mittwoch, den 26. April um 6:00 Uhr, ging es für uns, 22 Schüler der 10. Klasse und J1, zusammen mit Frau Dr. Bouwmeester und Herrn Unglaub los Richtung Stuttgart. Nach gut eineinhalb Stunden Fahrt kamen wir am Flughafen an, wo wir sofort eincheckten und anschließend noch genügend Zeit hatten, um uns ein bisschen auf dem Flughafen umzusehen. Kurz darauf ging es mit ein bisschen Verspätung los nach Bilbao, der größten Stadt im Baskenland mit ca. 900.000 Einwohnern, wo wir gegen halb eins landeten und schon von unseren Austauschpartnern erwartet und begrüßt wurden. Nachdem alle ihre Koffer hatten, fuhren wir mit dem Bus ins Zentrum von Bilbao. Dort bekamen wir eine kurze Stadtführung durch eine der spanischen Lehrerinnen und hatten dann ein wenig Freizeit, um durch die Stadt zu schlendern, was jedoch durch das eher schlechte Wetter etwas kalt und nass endete. Der nächste Programmpunkt war das Museo Guggenheim Bilbao, ein Kunstmuseum und eines von drei Guggenheim Museen weltweit. Ausgestellt wurden alle möglichen Formen der Kunst, wie beispielsweise große Skulpturen, aber auch Gemälde oder Moderne Kunst.
Guggenheim Museum Bilbao.

  

Viel zu schnell war die Zeit in Bilbao vorbei und nach einer guten Stunde kamen wir endlich in Medina de Pomar, einer kleinen Stadt mit ca. 6000 Einwohnern in der Provinz Burgos in Kastilien-León, an. Unsere Gastfamilien empfingen uns an der Schule unserer Austauschpartner, begrüßten uns sehr herzlich und fuhren anschließend mit uns nach Hause.                                           
Der Donnerstag begann mit unseren ersten spanischen Unterrichtsstunden, in denen wir unterschiedliche Fächer hatten und feststellten, dass der Unterricht um einiges entspannter ablief als bei uns zu Hause. Der nächste Programmpunkt war eine Stadtführung durch Medina, wo wir unter anderem das ‚Museo de las Merindades‘, ein Museum über das historisch bedeutsame Gebiet, in dem Medina liegt, und das Kloster ‚Santa Clara‘ besichtigten und erfuhren, dass die Einwohnerzahl im Sommer auf 30 000 – 40 000 Einwohner steigt. Dann ging es wieder zurück in die Schule und wir hatten die letzte Stunde alle zusammen Spanischunterricht, in dem wir Spiele spielten. Ein bisschen gewöhnungsbedürftig für uns Deutsche war, dass man in Spanien verhältnismäßig spät zu Mittag und Abend isst, so haben die meisten von uns zwischen halb 3 und 3 zu Mittag, und zwischen halb 10 und halb 11 zu Abend gegessen. Was wir aber wiederum ganz gut fanden war, dass die Schule erst um 8:30 Uhr begann, dafür zwar bis 14:15 Uhr ging, es aber keine Mittagschule gibt.
Da der Austausch zu einem großen Anteil vom EU Programm ‚Erasmus+‘ unterstützt wurde und dieses für uns vorsah, deutsche Produkte auf dem Markt in Medina zu verkaufen, bereiteten wir am Freitagmorgen alles für den Markt am nächsten Tag vor. Einen großen Teil der Produkte hatten wir schon vorab nach Medina geschickt, da wir nicht alles in unseren Koffern transportieren konnten. Nachdem alle Vorbereitungen vollendet waren, brachen wir auf, um uns zwei Firmen in Villarcayo, nicht weit von Medina, zu besichtigen. Zuerst eine Wurstfabrik, in der eine Art Blutwurst mit Reis produziert wird, was jedoch größtenteils nicht für Begeisterung unter uns sorgte, als zweites eine Kühlschrankfirma, die dann schon etwas angenehmer anzuschauen war. Anschließend ging es wieder zurück in die Schule, wo unsere Austauschpartner eine kleine Präsentation über Medina vorbereitet hatten.
Am Samstag trafen wir uns alle für den Verkauf auf dem Markt, was wirklich Spaß machte, da man auch mit den Menschen ins Gespräch kam und Spanisch sprechen musste. Danach begann die Zeit in den Familien, in der wir unterschiedliche Sachen unternahmen: Viele schauten sich ein bisschen die Gegend an, z.B. Frías, die kleinste Stadt Spaniens, oder fuhren ans Meer. Die Abende verbrachten wir oft gemeinsam in Pubs oder kleinen Kneipen und da der 1. Mai auch in Spanien ein Feiertag ist, hatten auch wir ein verlängertes Wochenende!
In den Dienstag starteten wir mit ‚Chocolate con Churros‘, ein typisches spanisches Gericht bestehend aus einem Fettgebäck (ähnlich wie Krapfen) und Trinkschokolade, in die das Gebäck getunkt und dann gegessen wird. Nach dem leckeren Frühstück ging es nach Burgos, die Hauptstadt der Provinz Burgos und eine sehr bekannte Stadt für Pilger, denn der Jakobsweg führt direkt durch Burgos. Dort besuchten wir das ‚Museo de la Evolución Humana‘, das Museum der menschlichen Evolution und hatten anschließend noch ein wenig Freizeit bevor wir die ‚Catedral de Burgos‘, eine gotische und für ihre Größe und Architektur berühmte Kathedrale, besichtigten.

Den Abend unseres letzten Tages verbrachten wir mit einem leckeren Abschlussessen, das uns jedoch das Ende unseres Austauschs Bewusst machte, und spätestens beim Packen wurde klar, dass unsere aufregende und tolle Woche in Spanien viel zu schnell vorbeigegangen war.
Am Mittwoch stand dann der Abschied bevor, der teils sehr tränenreich und schwer war, da man sich einerseits auf zuhause freute, aber andererseits einem auch klar war, dass man die Austauschpartner nicht so schnell, oder gar nicht mehr, wiedersehen würde. Um 8:30 Uhr ging es dann wieder zum Flughafen Bilbao, gegen 14:00 hatten wir wieder deutschen Boden unter den Füßen und waren um 17:00 Uhr schließlich wieder in Ellwangen.
Wir bedanken uns herzlich bei Frau Bouwmeester und Herrn Unglaub, wie auch bei den spanischen Lehrern, ohne die dieser unvergessliche Austausch nicht möglich gewesen wäre.
                                   
Sarah Schanz, 10a

 

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