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Wien-Studienfahrt Musik vierstündig


Mozart, Beethoven, Brahms, Strauss…nahezu alle bedeutenden Komponisten der vergangenen Jahrhunderte verbrachten den Großteil ihres Lebens in der Hauptstadt Österreichs. Für einen musikbegeisterten vierstündigen Kurs also ein absolutes Muss das besondere Flair der Stadt einmal selbst wahrzunehmen!

Daher standen wir selbstverständlich alle topfit und gespannt um 6:55 Uhr morgens am Bahnhof mit der Vorfreude auf acht Stunden Zugfahrt. Doch es sollte sich lohnen! Schon am ersten Abend kamen wir erstmals in den Genuss der Wiener Staatsoper, allerdings nicht im Saal sondern draußen vor der Oper. Auf einer riesigen Leinwand, die an der Seite des prächtigen Gebäudes hängt, werden ausgewählte Vorführungen live nach draußen übertragen, an diesem Abend Puccinis „Madame Butterfly“. Durch die lockere Atmosphäre bei über 20 Grad im abendlichen Wien wurde dies zu einem ganz speziellen Opernerlebnis.

Da von uns noch fast niemand in Wien war und wir uns dementsprechend schlecht auskannten, wurden wir zu unserer Stadtführung am nächsten Morgen netterweise direkt am Hostel abgeholt. Bei der Führung durch die Wiener Innenstadt, vor allem durch die riesige Hofburg, erfuhren wir außer geschichtlichen Informationen auch von einige Kuriositäten, wie den von der Stadt angestellten „Fledermausbeauftragten“, der nichts mit der Operette von Johann Strauss zu tun hat, und den „Waste-Watchern“, die sich um die Sauberkeit der Stadt kümmern sollen. Außerdem bewunderten wir die imposanten Gebäude, die fast alle in unterschiedlichen Baustilen gebaut sind, was ein unverwechselbares Panorama ergibt. Am Nachmittag besichtigten wir noch das berühmte Burgtheater, in dem schon Hollywoodgrößen wie Christoph Waltz spielten, und das Mozarthaus, eine von Mozarts Wohnungen in Wien, bevor es am Abend dann endlich richtig in die Oper ging. Auf dem Spielplan stand „Lohengrin“ von Richard Wagner, wobei viele von uns schon in Anbetracht der 4,5h Spielzeit in Verbindung mit unseren Stehplatzkarten aufstöhnten. Doch die grandiose Musik im Zusammenspiel mit den weltbekannten Sängern entschädigte auf ganzer Linie. Selten haben wir ein so beeindruckendes Gesamtkunstwerk gesehen!

Erschöpft wie wir alle danach waren, wurde schnell geschlafen, denn am nächsten Morgen ging es gleich weiter mit unserem Programm. Im „Haus der Musik“ können Klänge erforscht, Lebenswerke berühmter Komponisten studiert und am Ende auf einem großen Bildschirm sogar die Wiener Philharmoniker dirigiert werden. Ein noch relativ junges Museum, in dem man Tage verbringen könnte.

Nachmittags hatten wir frei, doch schon einmal in Wien mussten wir natürlich alle Zeit ausnutzen. So besuchten wir noch das farbenfrohe Hundertwasser-Haus und den Prater, den Wiener Freizeitpark. Am Abend gingen wir wieder in die Oper, jedoch in die Volksoper, wo zur Freude aller nach den anstrengen Tagen, das leichte und fröhliche Musical „The Sound of Music“ dargeboten wurde. Noch auf dem Heimweg summten alle die eingängigen Melodien dieses schönen Stücks.

Nach diesem abschließenden wundervollen Erlebnis stand am nächsten Morgen leider schon wieder die Heimreise an, doch davor besuchten wir auf dem Wiener Zentralfriedhof die Künstler, die Wien zu dem gemacht haben, was es heute ist – Mozart, Beethoven, Brahms, Strauss…

Florian Hock, J2

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