20. Jun 2026

Im Geschichtsunterricht beschäftigte sich die Klasse in den vergangenen Monaten mit dem Übergang vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit. Diese Epoche war geprägt von bedeutenden Entdeckungen und neuen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen.
Gleichzeitig kam es jedoch bis ins 18. Jahrhundert hinein zu Hexenverfolgungen, denen in Europa zahlreiche Menschen zum Opfer fielen.
Um einen Bezug zur Regionalgeschichte herzustellen, besuchte die Klasse 7b das Schloss ob Ellwangen und nahm an der Führung „Hexenwahn in der Fürstpropstei Ellwangen“ teil. Ellwangen gilt neben Bamberg und Eichstätt als eines der Zentren der Hexenverfolgung im süddeutschen Raum. Besonders eindrucksvoll wurden den Schülerinnen und Schülern die historischen Hintergründe sowie die Schicksale der Betroffenen vermittelt. Im Mittelpunkt der Führung stand die Geschichte der 16-jährigen Maria Ostertag, die sich selbst der Hexerei bezichtigte und anschließend hingerichtet wurde. Darüber hinaus konnten die Schülerinnen und Schüler das originale Richtschwert aus dieser Zeit besichtigen.
Zwischen 1588 sowie 1611 und 1618 wurden im Gebiet der Fürstpropstei Ellwangen insgesamt rund 450 Menschen als Hexen, Hexer oder Zauberer verurteilt und hingerichtet. Damit zählt die Ellwanger Hexenverfolgung zu den schwersten ihrer Art im südwestdeutschen Raum.
Der Rundgang führte außerdem in die Schlosskapelle, in die ehemaligen Räume der Folterkammer sowie in das sogenannte Hexenverlies, in dem die Angeklagten auf ihre Verhöre warten mussten. So erhielten die Schülerinnen und Schüler einen eindrucksvollen Einblick in ein dunkles Kapitel der Ellwanger Geschichte.